Der Schutzengelaltar

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Sie tragen lange weiße Kleider, haben lange, blonde Haare, haben Flügel - aber eigentlich kann man sie nicht direkt sehen. Gemeint sind die Engel. Der Schutzengelaltar drückt aber sehr viel über das aus, was wir „Engel“ nennen. Zwei gewaltige Engelsfiguren stehen auf den Sockeln neben dem Bild: Gabriel, der Engel der den Beginn des Heilswerkes ankündigt, und Michael, der die Vollendung ausdrückt. Zu seinen Füßen der besiegte Drache. (Fest der Hll. Erzengel Michael, Gabriel und Raphael am 29. September).

Über dem Bild: Maria, als Königin der Engel.
Das Bild selber: stellt einen Engel dar, der ein Kind in den Himmel trägt. Das rotblaue Gewand erweist ihn als Boten im Auftrag Gottes: Blau als Farbe des Himmels, Rot als Königsfarbe. Der Engel entrückt das Kind aus der Macht des Teufels. Dieser schaut etwas verlegen und hilflos drein. Ein kleiner Engel droht ihm mit einem Blitzbündel, ein anderer spottet ihn aus. Aber es gibt keinen Kampf. Die rettende und souveräne Macht des Engels wird deutlich. Auf der rechten Seite des Bildes: Ein Engel mit gelöster Kette und mit Hinweisen auf irdische Elemente: der blinde Amor, eine Frau mit Blumen, Schwert, Perlen und Geld sowie eine Krone. Es ist die Nichtigkeit irdischer Elemente, die hier dargestellt wird. (Schutzengelfest am 2. Oktober).

Es wäre aber schade, wenn man den „Engel“ nur auf Bildern darstellen würde, die man nicht ganz ernst nimmt. Der Engel ist ein fester Bestandteil der Bibel und kann nicht bloß symbolisiert werden. Im Alten Testament offenbart der Engel die sichtbare Nähe eines unsichtbaren Gottes, eines rettenden Gottes. Im Neuen Testament ist der Engel untrennbar mit dem Heilswerk Christi verbunden: Engel als Verkünder der Frohbotschaft, sie stärken Jesus, ein Engel befreit den Petrus usw.

Wie können wir heute einen Zugang zum Engel finden? Die Fragen: „Gibt es Engel?“ oder „Haben sie schon einen Engel gesehen?“ führen zu nichts. Wir kommen aber dem Problem näher, wenn wir fragen: „Ist dir Gott schon einmal so nahe gekommen, dass du ihn in einem Menschenwort gehört hast, dass du Gottes Hilfe erfahren hast?“ - Wenn die Bibel von Engeln spricht, ist vor allem, die Botschaft das entscheidende, nicht die bloße Existenz. Denn mit der Erfüllung der Botschaft verschwindet der Engel wieder. Die Vorstellung des Engels im langen Gewand, entspricht der damaligen Form der Kleidung. Aber gerade dadurch, so zeigt die Bibel oft, wird der Engel erst im Nachhinein erkannt. Engel lassen sich nicht festlegen. Sie weisen hin auf die Grenzen unseres Denkens und Handelns. Engel sind auch nicht Garantie einer Unfallverhütung.

Ein Engel ist aber angesichts der Rätselhaftigkeit eines Unheils gemäßer als ein Stofftier oder ein Maskottchen: denn auch im Unheil ist Gott bei mir. Die Bilder und Geschichten von Engeln in der Bibel fordern uns auf, bereit zu sein für Gottes Botschaften. Wie und durch wen sie kommen, das müssen wir Gott selber überlassen.

Ihr P. Johannes Vrbecky OCist, Prior und Pfarrer

Musik und Kunst

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Mit der Taufe beginnt unser Christsein, die Verbindung mit Jesus und der Kirche.

Zu ERSTKOMMUNION
 

In der Hl. Kommunion empfangen wir den Leib des Herrn, sein ewiges Leben.

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In der Firmung werden wir mit dem Hl. Geist gesalbt. Er stärkt uns, als Christen zu leben.

Zu HOCHZEIT
 

“Liebt einander, wie ich euch geliebt habe!” (Joh 10,10) Die Liebenden machen Gottes Liebe sichtbar.

Zu TRAUERFALL
 

Große Hoffnung ist uns geschenkt. Jedem gilt die Zusage: Jesus hat den Tod besiegt. Er ist auferstanden!