Die Marienikone

ikone
Die Ikone der Gottesmutter Maria in unserer Neuklosterkiche.
Vor ungefähr 250 Jahren bekam das Neukloster vom benachbarten aufgehobenen Paulinerkoster diese prachtvolle Ikone. Es ist die Ikone der Gottesmutter von Tschenstochau und befindet sich, fast etwas unscheinbar plaziert, am Altar der Ordensväter im rechten Seitenschiff. Jede Ikone wird nach einem Vorbild gemalt und diese gemalte Ikone muß dem Urbild gleichen, damit die ursprüngliche Botschaft des Glaubens erhalten bleibt. Jede Ikone ist also ein Original, auch wenn sie ein Abbild darstellt. Nur sehr gut ausgebildete und gläubige Maler, meistens Mönche, dürfen Ikonen malen. Das Fertigen einer Ikone geschieht nach exakten Regeln, angefangen von der Bearbeitung des Holzes bis zum Aufbau der Bilder. Jede Farbe trägt eine Symbolik in sich, jeder Gestus bedeutet etwas. Bei jedem Arbeitsgang werden bestimmte Gebete gesprochen. Dadurch wird das Heilsgeschehen für unser Leben erfahrbar gemacht. Bild und Person fließen ineinander. Die Ikone wird also nicht nach ästhetischen Gesichtspunkten gefertigt, sie ist ein Fenster, durch das uns die unsichtbare Wirklichkeit begegnet. In der Ikone ist das Heilsgeschehen präsent und verkündet uns seine Botschaft. Nehmen Sie sich bitte einmal etwas Zeit und lassen Sie diese Ikone auf sich wirken. Maria sieht Sie an und präsentiert Ihnen ihren Sohn. Sie zeigt auf Jesus hin, der in der Hand die Bibel hält. Seine erhobenen Finger weisen ihn als Lehrer aus, der die Botschaft verkündet. Der blaue Mantel mit Sternen - Maria als Himmelkönigin. Blau als Farbe der Reinheit, der Unberührtheit. Die rote Innenseite des Mantels: Rot als Farbe des Lebens, des Blutes, des Schützens (Zeltpfosten beim Auszug aus Ägypten mit Blut bestrichen- Dämonenabwehrend) Das violette Kleid: Bild für Leid und Schmerz. (Die Engelsköpfe sind erst später dazugekommen) Der Typus dieser Ikone wird genannt: Maria die Wegweiserin. Auf diesem Bild ist sie nicht die Beschützende. Maria stellt auf diesem Bild Jesus dem Betrachtenden vor. Er lehrt und weist den Weg des Heiles. Sie weist auf ihn hin. Eigentlich steht Jesus im Mittelpunkt des Bildes. Wir erfahren hier die Gottesmutter in ihrer wahren Bedeutung: Hinweisend auf Jesus lebt sie für ihn und stellt ihn uns vor als Lehrer und Heiland. Im Segensgebet der Ikone werden drei Schwerpunkte ausgedrückt und als Anliegen formuliert: Durch die Verehrung einer Ikone und durch das Gebet vor ihr soll der Mensch Kraft gegen das Böse erlange, Heilung der Seele und des Leibes und den Trost des Heiligen Geistes erfahren. Ich wünsche Ihnen herzlich, daß Sie durch diese wunderschöne Ikone unseren Glauben tiefer erfassen können und auf dem Weg des Heiles bleiben.

Ihr P. Johannes Vrbecky OCist, Prior

Musik und Kunst

Kirchliche Feiern

Zu TAUFE
 

Mit der Taufe beginnt unser Christsein, die Verbindung mit Jesus und der Kirche.

Zu ERSTKOMMUNION
 

In der Hl. Kommunion empfangen wir den Leib des Herrn, sein ewiges Leben.

Zu FIRMUNG
 

In der Firmung werden wir mit dem Hl. Geist gesalbt. Er stärkt uns, als Christen zu leben.

Zu HOCHZEIT
 

“Liebt einander, wie ich euch geliebt habe!” (Joh 10,10) Die Liebenden machen Gottes Liebe sichtbar.

Zu TRAUERFALL
 

Große Hoffnung ist uns geschenkt. Jedem gilt die Zusage: Jesus hat den Tod besiegt. Er ist auferstanden!